Hirzel


Oberes Bruederhus Hirzel Wappen
Chouschtbänkli im unteren Bruederhus
Strickler Flarzhaus im Forenmoos
Homepage der Gemeinde Hirzel
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„Im Hirzel" lässt sich gut leben, liegt er doch in der „grossartigsten Moränenlandschaft der Schweiz", die uns der Linthgletscher als Geschenk und Verpflichtung hinterlassen hat. Weite Riedflächen zwischen langgezogenen Wallmoränen und die hübschen halbrunden Buckel mit Ihren Linden obenauf geben ihr das Gepräge, und der weite Blick von unseren sonnigen Höhen aus in Voralpen und Alpen lässt ein Gefühl von Freiheit aufkommen. Das haben unterdessen auch schon andere gemerkt: seit Eröffnung der nahen Autobahn (N3) hat hier ebenfalls die Bautätigkeit eingesetzt. Die Einwohnerzahl ist damit auf 1400 Personen gestiegen.

Der Hirzel zählt innerhalb des Bezirkes Horgen, zusammen mit Schönenberg und Hütten, zu den „Berggemeinden". Jahrhundertelang war er nur ein abgelegenes Anhängsel der beiden grossen Nachbargemeinden Horgen und Wädenswil. Auf verstreuten Einzelhöfen betrieben die Bauern hauptsächlich Viehzucht und Milchwirtschaft. Heute ist noch ein knappes Fünftel der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig. Milch aber wird immer noch reichlich produziert; die Frischmilchprodukte der Molkerei HIRZ sind landesweit bekannt.

Hirzel PanoramaDie Besiedelung des Hirzels begann um 1200 mit der Eröffnung des Gotthardweges. Seine Lage im Grenzgebiet zwischen Zürich und der Innerschweiz bekam er mehrmals schmerzlich zu spüren. Im alten Zürichkrieg fanden im Gefecht an der Hirzeler Letzi einige hundert Zürcher den Tod; im Kappeler Krieg ebenso wie im Villmerger und zuletzt im Sonderbundskrieg wurden hier Schanzen aufgeworfen, um den Passübergang von der Sihlbrugg nach Horgen abzuriegeln.

Nach der Reformation war der Hirzel ein Zentrum der Wiedertäufer, die Ihre geheimen Versammlungen abhielten und allen Verfolgungen der Obrigkeit trotzten. Der Bau der Kirche 1617 sollte dem abhelfen. 1660 erhielt die damalige Horgener Aussenwacht ihr erstes Schulhäuschen, und 1773 wurde auch die politische Gemeinde selbstständig. Als Wappentier wählte sie den springenden Hirsch, der ihr ja auch den Namen gegeben hat. Ihre heutige Ausdehnung aber erhielt sie erst vor gut hundert Jahren, als der Gemeindeteil Spitzen von Wädenswil abgelöst und zum Hirzel geschlagen wurde.

Die landschaftliche Schönheit der Gegend hat auch immer wieder Künstler angelockt. Erinnert sei an Eugen Zeller, Paul Bachmann, Hermann Huber, Fritz Zbinden und Reinhold Kündig. Vom Hirzel stammt auch Johanna Spyri (1827-1901), die mit ihrem „Heidi" heute in aller Welt bekannt ist. Ihr hat die Gemeinde im alten Schulhaus, wo sie einst zur Schule ging, eine lebendige Gedenkstätte eingerichtet.
Textquelle: Verein Zürcherischer Gemeinderatssschreiber und Verwaltungsbeamter 1856-1981 - Bildquelle: Jürg Winkler, Zürcher Werbedruck AG, CH-8805 Richterswil


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Oberes Bruederhus

Oberes Bruederhus

Das bis vor einigen Jahren älteste, 1981 leider abgebrochene Haus im Hirzel, das obere Bruederhus befindet sich unterhalb der Zugerstrasse. Zu beachten sind: das Klebdach auf der Südseite, die schwache Dachneigung, die altertümliche Stützkonstruktion unter dem Vordach rechts und die leider verdeckte Kombination von Blockständerbau und Riegelwerk. Erbaut im 17., ev. 16. Jahrhundert.
Quelle und © Copyright: Jürg Winkler, Zürcher Werbedruck AG, CH-8805 Richterswil

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Chouschtbänkli

"Chouschtbänkli" im unteren Bruederhus

Kernstück jeder rechten Bauernstube ist der gemütliche Kachelofen mit dem „Chouschtbänkli". Hier ein besonders prächtiges Beispiel aus dem unteren Bruederhus.
Quelle und © Copyright Jürg Winkler, Zürcher Werbedruck AG, CH-8805 Richterswil

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Flarzhaus

Strickler Flarzhaus im Forenmoos

Vom ursprünglich fünfteiligen Flarzhaus „im Strickler" (Forenmoos, 18. Jahrhundert) musste leider vor einigen Jahren der westlichste Teil einer Strassenverbreiterung weichen.
Quelle und © Copyright Jürg Winkler, Zürcher Werbedruck AG, CH-8805 Richterswil

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