Während des ersten Tages kam der Regiments-Verteidigungsposten in Consthum unter schweren deutschen Beschuss, welcher bis zum Morgen des 18. Dezember dauerte. Als der Munitionsnachschub versiegt war, wurde der Truppenrückzug angegangen. Strickler und seine kleine, noch übriggebliebene Streitmacht zog sich nach Wiltz, einem Knotenpunkt auf dem halben Weg nach Bastogne, zurück. Dort hatten sie den Befehl, den deutschen Vormarsch durch die Verteidigung der Stadt, welche als Kommandoposten der 28. Division gedient hatte, zu bremsen, während sich das Stabspersonal weiter zurückzog. Um die verbleibenden Kampftruppen zu ergänzen, zog Strickler eine Verteidigungsverband zusammen, welchem auch Köche, Büropersonal und Fahrer angehörten. Bald jedoch war Wiltz von deutschem Geschütz umzingelt und unter Feuer gesetzt worden. Schliesslich befahl Strickler den verbliebenen amerikanischen Truppen in der Nacht des 19. Dezember in kleinen Gruppen aufzubrechen und sich einen Weg zurück zu den alliierten Fusstruppen zu suchen. Sich während des Tags in den Wäldern versteckend, nachts sich auf den von Deutschen schwer bewachten Strassen fortbewegend und nach drei Tagen ohne Verpflegung trafen Strickler und zehn seiner Kameraden endlich auf die alliierten Linien. Die 101. Fliegertruppe hatte am Abend des 18. Dezember Bastogne besetzt, bevor es von deutschen Truppen ergriffen wurde, sodass die U.S. Verteidigungsposition festgehalten war, bis General Patton’s Streitkräfte Bastogne ein paar Tage nach Weihnachten befreiten.
Von den 3'300 Männern der 110. Divison blieben lediglich noch deren 500 nach der Ardennenschlacht. Strickler wurde als Schlachtfeld-Auszeichnung zum Oberst befördert und erhielt als Auszeichnung den Silbernen Stern. Er reorganisierte das Regiment, welches er weiterhin durch den Krieg kommandierte, in den Vogesen und mitten in Deutschland kämpfend. Im Frühling 1945 wurde er zum Militärkommandanten des Saarlandes ernannt. Dort war er verantwortlich für die Verpflegung und die Heimschaffung von 40'000 Russen und Osteuropäern, welche durch die Deutschen als Kriegsgefangene und als Sklavenarbeiter festgenommen worden waren.
Strickler war bei seinen Leuten bekannt für seine Furchtlosigkeit im Gefecht, für sein körperliches Durchhaltevermögen und dafür, dass er auch unter den mühsamsten Kampfbedingungen niemals nervös wurde. Er hatte gelernt, während des Tages kleine Nickerchen zu machen, sodass er nachts während den Bombardierungen und den Nachtkämpfen aufgeweckt war. Man konnte ihn oft mit seinen Männern marschieren sehen, gefolgt von seinem Fahrer mit dem Jeep. Sein Führungsstil unterscheidete sich von dem der meisten Kommandanten. Er zog es vor dort zu sein, wo der Kampf stattfand, wo er die Ereignisse beeinflussen konnte, anstatt sich im Kommandoraum im Hintergrund zu halten.
In ironischer Verbindung zu Stricklers eigener Erfahrung mit dem unerlaubten Entfernen von der Truppe im 1. Weltkrieg stand Eddie Slovik, ein Soldat unter seinem Kommando im 2. Weltkrieg: Im Oktober 1944 versuchte Stricklers Regiment, die Siegfried-Linie zu durchbrechen, als sich eine Ersatztruppe, darunter auch Soldat Slovik, bei ihm meldete, um an die Front befohlen zu werden. Als sie die Grenzkompanie erreicht hatten, desertierte Slovik in der Nacht vor einem geplanten Angriff. Er wurde durch die Militärpolizei aufgegriffen und zurück zum Regiments-Hauptquartier gebracht, wo ihn Strickler zurechtwies und ihn an die Front zurück beorderte, weil bei seiner Weigerung ein anderer seine Aufgabe zu übernehmen hätte. Strickler begleitete ihn zu einer Grenzkompanie, wo er einen Tag vor einem geplanten Angriff zwischen die kämpfenden Männer an der Front plaziert wurde. Als am nächsten Tag der Angriff gestartet wurde, desertierte Slovik zum zweiten Mal. Er wurde wieder aufgegriffen und vor Kriegsgericht angeklagt, welches ihn wegen Desertierens verurteilt wurde. General Eisenhower bestätigte das Urteil, welches auf Erschiessen durch Exekutionskommando lautete. Nach seinem Tod wurde Slovik in einem unbekannten Grab in Europa begraben. Er war der erste Soldat, welcher seit dem Bürgerkrieg diesen Tod starb.