1. Weltkrieg


Während des 1. Weltkrieges kommandierte Strickler als junger Leutnant eine Maschinengewehr-Kompanie in Kämpfen seiner Division in Frankreich, in Schlachten entlang der Marne, der Argonne, in den Belleau-Wäldern und bei Chateau-Thierry.

Während den Kämpfen in Frankreich beschossen die Deutschen eine Sperre des Schützengrabens, von welchem aus Strickler das Feuergefecht beobachtete. Eine Gasgranate landete im Graben und tötete einige seiner Kameraden. Strickler selber erlitt ernsthafte Gasverbrennungen und Verletzungen. Er wurde in ein Spital in Südfrankreich evakuiert. Er war während einer Woche blind, genas aber bald. Er bat darum, wieder zu seiner Kompanie an der Front befohlen zu werden. Man teilte ihm aber mit, dass er für eine Stabsstelle im Hintergrund vorgesehen sei und keine Kämpfe mehr sehen würde. Als ein Feldweibel mit dem Befehl der Spitalentlassung sich kurz aus dem Raum begab, nahm Strickler den Befehl und ging. Sich an Führern und Bahnpolizei vorbeimogelnd - ohne Pass oder Fahrschein - bestieg er einen Zug nach Paris, wo er einen anderen Zug zurück zum Ausladebahnhof der 28. Division in der Nähe von Chateau-Thierry fand. Er meldete sich bei seinem Batallionskommandanten und wurde wieder mit dem Kommando seiner alten Kompanie beauftragt. Inzwischen war er bereits wegen unerlaubter Entfernung von der Truppe gemeldet; wurde aber wieder von der Anklage befreit, als man erfuhr, dass er zur Front zurückgekehrt war. - Im Alter von 21 Jahren wurde er zum Hauptmann befördert; damit war er der jüngste Armeeoffizier in diesem Rang während des Krieges.


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